20 Feb
20Feb

Viele Fotografen lieben ihre Kamera. Bei mir ist das etwas anders... Es ist eine Art Hass-Liebe. 

Was ich sehe, möchte ich konservieren, dazu brauche ich ein Hilfsmittel in Form einer Kamera. Ich finde das aber eigentlich recht umständlich und viel zu träge. Bis man die Kamera zur Hand und sie richtig eingestellt hat, ist der Augenblick oft bereits verflogen. Mich ärgert das immer sehr. Beim Fotografieren bin ich daher ständig am fluchen (an dieser Stelle möchte ich mich mal bei meinem Mann entschuldigen...). Ich habe sogar wiederkehrende Alpträume, dass die Kamera nicht auslöst, wenn ich abrücke. Horror! 

Am liebsten hätte ich also eine Kamera im Kopf, die auf Gedankenbefehl auslöst. Ich möchte keine Kamera rumschleppen, ständig Objektive wechseln und den Sensor putzen müssen. Das Teil ist teuer und betreuungsintensiv! Aber eben, es geht halt nicht ohne. Und wenn ich dann ein gutes Bild mache, schlägt die Stimmung manchmal direkt in Euphorie um. Dann liebe ich die Kamera! 

Also konzentrieren wir uns auf das Positive! Ich fotografiere momentan mit einer Canon Eos R6. Sie hat zwar "nur" einen 20 Megapixelsensor aber für meine Zwecke ist das ausreichend. Was ich an ihr schätze ist der hervorragende Dynamikumfang und auch der Autofokus ist top, super schnell und die Objektverfolgung faszinierend.
Ohne Autofokus funktioniert bei mir das Scharfstellen nicht, dafür habe ich zu schlechte Augen. Und manchmal sehe ich die Sensation dann erst auf dem Bildschirm, bei der Nachbarbeitung. z.B. auch das Titelbild dieses Beitrags - die Sonnenflecken (nein, das sind keine Sensorflecken)! Würde man von blossen Auge nie sehen!

Ich kenne meine Kamera sehr gut, kann blind jedes Rädchen und jeden Knopf bedienen und höre beim Auslösen, ob die Belichtungszeit falsch ist. Das bindet natürlich! Aber eben, manchmal haben wir auch Streit aber das gehört zu jeder guten Beziehung dazu! :-)


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